Mittwoch, 7. Februar 2018

MMM No. 22 - Kalle Shirt Dress

Als regelmäßige Leserin des MeMadeMittwoch-Blogs bedauere ich es seeehr, dass Inspiration für Stoffe, Schnitte und die Lust am Selbernähen ab sofort nur noch einmal im Monat zelebriert werden, überwiegt doch deutlich die Freude daran, dass die MMM-Crew sich die Mühe immer noch jeden Monat macht - danke für all eure Zeit! Als Langsam-Näherin und vor allem Langsam-Entscheiderin für ein Projekt kommt mir das entschleunigte Tempo sogar entgegen. Und die freigewordene MMM-Lesezeit nutze ich jetzt dazu, diesen Blog-Post zu schreiben.Vielleicht schaffe ich es ja, das beizubehalten...

Mitte Januar habe ich bei der 5. (!) Annäherung in Bielefeld das Kalle Shirt Dress von Closet Case Patterns genäht. - Wie bereits im letzten Jahr haben Luzie mit dem wunderbaren Kleiderschrank (aka Huddeleien bei Insta) und ich uns für dasselbe Schnittmuster entschieden. Letztes Jahr nähten wir beide ein Kimonokleid von Crafteln (Luzies finde ich gar nicht auf ihrem Blog, hier meines). Dieses Jahr nähte Luzie das Kalle Shirt Dress als Bluse und ich als Kleid. Obwohl Luzie zusätzlich Ärmel einnähte und einen halben Tag bei Marc Aurel in der Stoff-Ecke herumlungerte, war sie mir stets einige Schritte voraus und selbst meine zahlreichen Fragen, mit denen ich sie aufhielt, haben daran nichts geändert. - Vielen Dank für deine zahlreichen Tipps!

Ich ändere ja in der Regel nicht viel an den Schnittmustern und so war es auch diesmal. Einzige Änderung: Ich habe eine Größe kleinder zugeschnitten als nach der Maßtabelle nötig gewesen wäre. Da habe ich mich an den Erfahrungen anderer Nähbloggerinnen orientiert.

Eine besondere Herausforderung ste llte für mich der Kragen und die Hemdleiste dar. Aber dank guter Anleitung und anfängerfreundlicher Nähtechnik ließen sich beide gut bewältigen.(Knöpfe und Knopflöcher habe ich erst mal weggelassen, evtl. nähe ich die Leiste ein bisschen zu, aber noch bin ich unentschieden...).
Neu kennengelernt habe ich die Burrito-Methode, bei der das gesamte halbfertige Kleidungsstück eingerollt und zwischen zwei Stoffschichten eingenäht wird - hinterher hat man ein innen und außen extrem ordentliches Rückenteil, beim Nähen fühlt es sich mehr wie ein riesiges Überraschungsei an... Noch mehr Überraschungen - z.B. in Form des einnähbaren Aufhängers - gab es bei der Jubiläums-Annäherung.

Mittlerweile habe ich schon mehrere Schnitte von ClosetCasePatterns genäht (Bombshell Swimsuit, Carolyn Pyjamas und jetzt Kalle Shirt Dress) und ich bin mit allen sehr zufrieden, sowohl was Anleitung als auch Schnitt betrifft. Die Näheigenschaften des beim Nähbloggertreffen 2017 in Stuttgart vor Ort gekauften Stoffes fasste Claudia sehr treffend und vollständig zusammen, als sie sich am Annäherungstreffpunkt Nr. 1 (aka Bügelbrett) nach meinen Fortschritten erkundigte: "Na, wie wird das Kleid aus dem Arschi-Stoff?"

Ob das Kalle Shirt Dress ein Urlaubs-Strand-Kleid wird oder ein Nachthemd oder tatsächlich den Sprung in meine Alltagsgarderobe schafft, weiß ich noch nicht. Es fühlt sich toll an, luftig, bequem, ein ganz tolles Tragefühl, das die Fotos nicht wirklich zeigen können. Allerdings komme ich mir darin nicht so richtig angezogen vor. Ich weiß, so soll es ja auch aussehen und an anderen finde ich so einen Look super, aber ob er das richtige für mich ist, kann ich noch nicht sagen. Vielleicht mit Gürtel und Jacke?

Auf dem MeMadeMittwoch-Blog gibt es noch viel mehr selbstgenähte Kleidung zu bewundern. Bitte hier entlang.

Sonntag, 26. November 2017

WKSA 2017 Teil 2: Die Entscheidung für Stoff und Schnitt

Ich habe mich entschieden, nein, eigentlich haben die lieben MMM-Mitnäherinnen mit ihren Kommentaren zu meiner hier vorgestellten langen Liste der Nähwünsche entschieden. Für mich sehr überraschend ist das SnowballDress mit weitem Abstand vorn. Also nähe ich es. Es hat ja auch den weihnachtlichsten Namen, noch ein Argument. Noch bis morgen ist Sale (-20%) bei Waffle Patterns, was für ein geschickter Zufall.
Stoff habe ich schon, ich glaube, er ist aus Verl von Marc Aurel.
Der Stoff hat ziemlich viel Stand (vielleicht ist das Scuba? - Ich hätte ihn nach Köln zu den Stoffexpertinnen mitnehmen sollen) und ich denke, zum Stil des Kleides passt das auch ziemlich gut. Ob das an mir dann noch gut aussieht, wird das Ergebnis zeigen...



Das Kleid wird laut Anleitung nicht gefüttert, da überlege ich noch. Weil Weihnachten ist. Und weil der Stoff innen ganz weiß ist.

Außerdem traue ich der Sache, also dem Schnitt in Kooperation mit mir, noch nicht ganz über den Weg und werde evtl. Robe Folk in Schwarz als Alternative nähen (-außerdem wird bei uns traditionell drei Tage lang gefeiert, Tragemöglichkeiten gäbe es also ausreichend).

Wofür sich die anderen Weihnachtskleid-Näherinnen entschieden haben, können alle Interessieren hier auf dem MMM-Blog nachlesen.

Montag, 20. November 2017

WKSA 2017 - Teil 1: Die Ideensammlung

Hurra, die Weihnachtskleid-Näherei beginnt wieder.... Ich freu mich so sehr darüber, dass ich dafür sogar das eher ungeliebte Blogschreiben aufnehme (-auch dank der Riesenportion Extramotivation durch das Kölner Nähbloggertreffen) - denn was wäre der WSKA ohne die zahlreichen Blogschreiberinnen, die ihre Ideen teilen und von denen ich schon so viele tolle Inspirationen erhalten durfte.
An Ideen besteht kein Mangel....Hier kommt mein WKSA-Wunschzettel:

1. Eine Jeans-Joan

Letztes Jahr nähte ich als Weihnachtskleid ein Joan Dress von Sew Over It. Es ist immer noch toll. Ich trage es sehr gerne und oft, auch wenn es durch den Anzugstoff sehr förmlich daherkommt. Da könnte ich noch eine legere Variante gebrauchen. In Jeans. Evtl. mit rotem oder geringeltem Kragen.



2. Ein Snowball-Dress

Hierfür hätte ich weihnachtlichen Galaxy-Stoff. Und ich mag den Schnitt von WafflePatterns. Vor allem den Kragen. Aber ob der Schnitt mich mag - da habe ich Zweifel.... Mal sehen, ob die Vorweihnachtszeit für Experimente reicht.

3. Ein Beryl Bomber Dress

Nach großartigen Blog-Kleidern (Sybille, Monika) und Live-Exemplaren am Wochenende (Luzie, Carola) wünsche ich mir auch ein BomberDress aus dem Hause Named..Allerdings habe ich dafür keine Stoffidee und die scheint mir ganz entscheidend für das gute Gelingen bei diesem Kleid.

4. Ein kleines Schwarzes

Aber nicht irgendeines, sondern das Robe Folk von Vanessa Pouzet. Das habe ich schon in auffällig (bisher ohne Fotos) und ich glaube, in weihnachtlichem Schwarz wäre es eine echte Allzweckwaffe.

5. Ein Kalle Shirt Dress

Dieses Kleid von ClosetCasePatterns scheint mir für alle weihnachtlichen Aktivitäten ideal geeignet zu sein: essen, auf dem Sofa lümmeln, auf dem Boden liegen, Playmobil aufbauen, vorlesen, selber lesen, mehr essen, .....

6. Ein Kimono-Kleid

Mein Kimonokleid von Crafteln ist eines meiner Lieblingskleider. Hier hätte ich ebenfalls gerne eine zweite Version, aus blusigerem Stoff und vielleicht in der anderen Saumvariante.



Ich schwanke zwischen Bewährtem und Neuem, schnell genäht oder "für Weihnachten darf es gerne etwas mehr Aufwand sein". Vielleicht nähe ich auch etwas ganz anderes, das kommt ganz darauf an, wie lange meine WKSA-Wunschliste nach dem Blog-Stöbern durch die WKSA-Ideensammlung hier auf dem MeMadeMittwoch-Blog sein wird.....

Mittwoch, 8. März 2017

MMM No. 21 - Mit Pussyhat am Weltfrauentag 2017

Mein wichtigstes selbstgemachtes Kleidungsstück heute ist natürlich die Mütze. Gestrickt nach dieser Standard-Pussyhatproject-Anleitung, 50 Maschen angeschlagen, 5er Nadeln und Wolle mit 100m Lauflänge auf 50 Gramm.



Die weitere selbstgenähte Kleidung stammt heute ausschließlich aus Ottobre-Zeitschriften. Das Vintage-Lines-Oberteil (hier erstmals vorgestellt) hat nur selten Zeit, sich im Kleiderschrank auszuruhen, ich trage es sehr häufig und finde es extrem kombinierfreudig. Heute z.B. über einem anderen Lieblingsstück, dem Tropical-Flowers-Kleid (hier schon näher beschrieben).

Und damit reihe ich mich ein in den Virtual Women's March, der heute - zumindest  hier auf dem MeMadeMittwoch-Blog - von Nina angeführt wird.

Mittwoch, 22. Februar 2017

MMM No. 20 - Carolyn Pajamas geblümt mit gelber Paspel

Seit ich meine Kleidung selber nähe, bin ich noch seltener als zuvor in Bekleidungsgeschäften unterwegs und dementsprechend uninformiert über aktuelle Trends. Nicht entgangen ist mir allerdings der Pyjama in einer der letzten Burda-Ausgaben (dafür musste ich ja auch in keine Fußgängerzone), verbunden mit dem Hinweis, diesen mit High-Heels und toller Handtasche auszuführen. Auch in Harpers Bazaar kann man sich z.B. hier über den gar nicht mehr so jungen Pyjama-Ausgeh-Trend informieren. Jetzt habe ich einen Pyjama genäht. Allerdings verbunden mit dem festen Vorsatz, damit weder die Kinder zur Schule zu bringen noch einkaufen zu gehen oder ähnliches.



 Ich habe den Schnitt Carolyn Pajamas von Closet Case Patterns gewählt. Bei der Größe habe ich mich genau an die Empfehlungen gehalten. Die Anleitung fand ich sehr gut, ich musste nichts trennen oder ändern, es war alles sehr gut verständlich.Aber - es hat auch echt lang gedauert, das Ding besteht in der Paspelvariante einfach aus richtig vielen Schnittteilen.
Mit Paspeln habe ich bisher kaum Erfahrungen beim Nähen. Aber nachdem ich schon im Oktober 2016 mitverfolgt habe, wie Frau Paspel persönlich ein Kleid nach dem anderen mit tollen Paspeln produziert hat und im Januar in Bielefeld erneut die meterweise Paspelverarbeitung mitverfolgen und bewundern konnte, war klar, dass ich Paspelnähen auch gernen können möchte.
Ein Schlafanzug schien mir das richtige Kleidungsstück für die Paspel-Erstbegegnung. Erstaunlicherweise (dem Reißverschlussnähfuß sei Dank) hat das gut geklappt und die gelbe Paspel wirkt sich doch sehr frisch auf den eigentlich gar nicht so leuchtenden Stoff aus.



Der Stoff stammt vom Tauschtisch in Würzburg - vielen Dank an die liebe Spenderin. Die Knöpfe sind aus Perlmutt und in nettester Nähgesellschaft ebenfalls in Würzburg erstanden.

Lange besitze ich meinen neuen Pyjama noch nicht, aber schon jetzt habe ich den dringenden Wunsch nach einem weiteren Pyjama aus Flanell und einem aus einem leichten Baumwollstoff. Mehr selbstgenähte Kleidung gibt es hier auf dem MMM-Blog, heute von Katharina direkt aus New York moderiert.

Mittwoch, 8. Februar 2017

MMM No. 19 - Vogue 8873 und Esme

Heute gehe ich in zweien meiner meistgetragenen Nähkleidungsstücke aus dem Haus.


Den Esme-Cardigan von Named Patterns besitze ich in einer weiteren Version, genäht und verschenkt habe ich ihn auch schon. Die Taschen habe ich streng nach Anleitung genäht, bei zukünftigen Esme-Projekten werde ich mich allerdings an der bei Anne hier beschriebenen, sehr cleveren Idee orientieren, die hinteren Taschenbeutel direkt an das vordere Oberteil anzusetzen, dann entfällt die Teilungsnaht, die durch die klaffenden Taschen deutlich zu sehen ist.

Das Musterkleid (hier ausführlich beschrieben) sitzt mittlerweile sehr leger, jedes Mal, wenn ich es trage, bedauere ich es, dass ich nicht weitere Varianten besitze. Das muss sich ändern. Der Schnitt Vogue 8873 bietet viele Möglichkeiten: langer enger/weiter Rock, kurzer enger/weiter Rock, keine/ganz kurze/kurze/lange Ärmel und das jeweils miteinander kombinierbar. Zudem lässt sich sehr gut mit unterschiedlichen Stoffen spielen, da das vordere Oberteil genaugenommen zwei komplette vordere Oberteile sind, die übereinandergelegt genäht werden.

Mehr selbstgenähte Kleidung findet sich auf dem MMM-Blog, der heute das letzte Mal von Meike moderiert wird. Vielen Dank, liebe Meike, dass du so lange eine solch tolle Plattform mitgestaltet hast!



Mittwoch, 1. Februar 2017

MMM No.18 - Tropical Flowers

Heute trage ich Tropical Flowers, allerdings blumenfrei. Tropical Flowers heißt der Schnitt aus der Ottobre-Zeitschrift 2/2016, aus dem mein heutiges Kleid ist. Auf der Zeitschrift ist er auch auf dem Titel zu sehen.
  Statt Jersey griff ich zu Webware, statt tropischen Blumen gibt es hellbraun-dunkelbraun Kleingemustertes.


Ich trage das Kleid sommers wie winters gerne, allerdings stets mit Unterkleid (weil ungefüttert). Beim nächsten Mal würde ich kurze Ärmel dazukonstruieren, ganz ohne Ärmel gefällt es mir doch nicht so gut, vor allem, weil mir das Einfassen mit einem Schrägbandstreifen, wie es die Anleitung vorschlägt, nicht verlässlich genug gelingt. Gemütlich ist das Kleid sehr.


Manchmal überlege ich, ob ich nicht die Vorderteile aneinandersteppe. Ab und an klaffen sie über der Taille etwas auseinander. - Leider fällt mir das immer nur dann ein, wenn ich das Kleid anhabe. Deshalb ist dieser Plan bisher nicht umgesetzt.
Fotos gibt es heute nur ganz schlechte, aber da Dreikah-Karin heute das letzte Mal den MMM moderiert, habe ich beschlossen, unbedingt noch auf den letzten Drücker heute teilzunehmen. So, und jetzt winke ich sehr kräftig in Richtung MeMadeMittwoch-Blog. Adieu, liebe Karin, vielen Dank für die viele Zeit und Liebe, die du in die Blogmoderation gesteckt hast. Ich finde es wirklich wirklich toll, dass es den MeMadeMittwoch-Blog nun schon so lange gibt und sich begeisterte und begeisternde Nähbloggerinnen Zeit nehmen und die Mühe machen, einen solchen Fixstern im Nähuniversum zu erfinden, erhalten und weiterzuentwickeln. Dort gibt es auch heute wieder jede Menge Inspiration und Motivation rund um die selbstgenähte Kleidung.